Die sieben Irrtürmer der Energiewende
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Die sieben Irrtümer der Energiewende

Die20sieben20Irrtuemer20der20Energiewende 4C txn. Über die Energiewende wird viel diskutiert – leider nicht immer auf dem Boden der Tatsachen. Mittlerweile sind etliche Vorurteile in der Köpfen der Verbraucher. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) informiert über die sieben häufigsten Irrtümer. 1. Energiewende heißt Optimierung der Stromversorgung. Strom hat am End-Energieverbrauch einen Anteil von nur etwa 20%, auf Wärme entfallen rund 50%. Hier liegt das größere Einsparpotenzial. 2. Der Fokus der Energieeinsparung liegt im Neubau. Jährlich werden weniger als 0,2 Mio. Gebäude neu errichtet, es gibt aber etwa 18 Mio. Bestandsgebäude. Da veraltete Heizungsanlagen zudem deutlich mehr Energie verbrauchen, muss der Fokus auf dem Gebäudebestand liegen. 3. Fossile Energieträger müssen schnell durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Deutschland will den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmesektor bis 2020 auf 14% erhöhen. Der effiziente Einsatz fossiler Energie wird daher weiter eine wichtige Rolle spielen. 4. Zuerst muss der Ausbau von Solar- und Windenergie vorangetrieben werden. Den größten Anteil bei erneuerbaren Energien hat die Holzverbrennung in Haushalten mit rund 2,8% - soviel wie Windenergie und Photovoltaik zusammen. Momentan ist Holz die Nr. 1 bei erneuerbaren Energien. 5. Die derzeitige Förderung erneuerbarer Energien ist Voraussetzung für die Energiewende. Trotz Förderung werden weniger als 2 % der 18 Mio. Gebäude jährlich saniert. Es dauert also über 50 Jahre, bis alle Altanlagen erneuert sind. Für eine erfolgreiche Energiewende muss die Sanierungsquote vervielfacht werden. 6. Wärmedämmung hilft der Umwelt am meisten. Wärmedämmung schließt die gesamte Gebäudehülle ein. Sie erfordert hohe Investitionen, die sich meist erst auf lange Sicht rechnen. Eine Erneuerung der Heizungsanlage hat viel Einsparpotenzial, aber eine deutlich geringere Amortisationszeit. 7. Eine funktionierende Heizung sollte erst getauscht werden, wenn sie defekt ist. Veraltete Heizsysteme sind häufig überdimensioniert und ineffizient. Mit modernen Systemen sind Energieeinsparungen von 30% nicht selten. Eine Heizungssanierung rechnet sich deshalb auch dann, wenn der alte Kessel noch funktioniert. [Bildunterschrift] txn. Die Energiewende beginnt im Heizungskeller des Eigenheims. Foto: ZVSHK/txn 



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